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Patentanspruch:
Hydraulischer Stoessel fuer den Ventiltrieb einer
Brennkraftmaschine zur selbstaendigen Regelung des Öffnungshubes
eines Gaswechselventils in Abhaengigkeit von der Drehzahl der
Nockenwelle mit einem tassenartigen Zylinderteil und einem im
Zylinderteil gleitend gefuehrten Kolbenteil, die beide einen
volumenveraenderlichen Arbeitsraum ein schliessen, der eine das
Kolben- und Zylinderteil nach entgegengesetzten Richtungen
vorspannende Druckfeder enthaelt und ueber ein den Öleintritt
zulassendes Rueckschlagventil im Kolbenteil mit einem
volumenveraenderlichen Vorratsraum verbunden ist und den Ölaustritt
zulassende Leckoeloeffnungen aufweist, die einen lichten
Querschnitt haben, durch welchen bei erhoehter Drehzahl der
Nockenwelle eine geringere Ölmenge aus dem Arbeitsraum
austritt, als ueber das Rueckschlagventil in den Arbeitsraum
eintritt, dadurch gekennzeichnet, dass der volumenveraenderliche
Vorratsraum (12) durch einen vom Boden des Kolbenteils (8)
abstehenden, rohrfoermigen Ansatz (5) mit
mindestens einer in den Arbeitsraum (9) fuehrenden Bohrung (6)
und eine den Ansatz aufnehmende, im Boden des Zylinderteils (13)
ausgebildete, zylindrische Ausnehmung begrenzt und ueber eine
vom rohrfoermigen Ansatz (5) uehersteuerte Leitung (2, 14) mit
dem Schmieroelkreislauf der Brennkraftmaschine verbunden ist,
und dass die aus dem Arbeitsraum (9) fuehrenden
Leckoeloeffnungen (4) in den Schmieroelkreislauf muenden.
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen
Stoessel fuer den Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine zur
selbsttaetigen Regelung des Öffnungshubes eines
Gaswechselventi1s in Abhaengigkeit von der Drehzahl der
Nockenwelle mit einem tassenartigen Zylinderteil und einem im
Zylinderteil gleitend gefuehrtem Kolbenteil, die beide einen
volumenveraenderlichen Arbeitsraum einschliessen, der eine das
Kolben - und Zylinderteil nach entgegengesetzten Richtungen
vorspannende Druckfeder enthaelt und ueber ein den Öleintritt
zulassendes Rueckschlagventil im Kolbenteil mit einem
volumenveraenderlichen Vorratsraum verbunden ist und den Ölaustritt
zulassende Leckoeloeffnungen aufweist, die einen lichten
Querschnitt haben, durch welchen bei erhoehter Drehzahl der
Nockenwelle eine geringere Ölmenge aus dem Arbeitsraum
austritt, als uebe; das Rueckschlagventil in den Arbeitsraum
eintritt.
Fuer hydraulische Stoessel der eingangs
erwaehnten Art werden bei Kraftfahrzeugen zur
Zylinderabschaltung eingesetzt, um Benzin einzusparen. Bei der
Zylinderabschaltung wird ein Teil der Zylinder stillgelegt, wenn
man nur wenig Leistung braucht. Der Restmotor mit den leer
mitlaufenden Kolben arbeitet wirtschaftlicher, da die noch
arbeitenden Zylinder mit einem hoeheren Fuellungsgrad und damit
mit einem hoeheren Wirkungsgrad arbeiten. Die damit erreichbaren
Brennstoffeinsparungen liegen in der Groessenordnung von
schaetzungsweise 20 bis 30%. In der DE-AS 10 01 048 wird
beispielsweise ein vergleichbarer hydraulischer Stoessel
beschrieben, der jedoch den Nachteil hat, dass er zwischen dem
Vorrats- und dem Arbeitsraum einen eigenen geschlossenen
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Ölkreislauf
hat, was entsprechende Abdichtungs- und Rueckfuehrungsmittel
erfordert. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
hydraulischen Stoessel zu schaffen, bei dem gesonderte
Abdichtungs- und Rueckfuehrungsmittel fuer einen eigenen Ölkreislauf
entbehrlich sind, so dass die Moeglichkeit besteht, die fuer den
Übertritt von dem Vorrats- in den Arbeitsraum benoetigten Ölmengen
vom allgemeinen offenen Ölkreislauf abzuzweigen, der fuer die
Stoesselschmierung ohnehin erforderlich und vorhanden ist.
Geloest wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, dass der
volumenveraenderliche Vorratsraum durch einen vom Boden des
Kolbenteils abstehenden, rohrfoermigen Ansatz mit mindestens
einer in den Arbeitsraum fuehrenden Bohrung und eine den Ansatz
aufnehmende, im Boden des Zylinderteils ausgebildete,
zylindrische Ausnehmung begrenzt und ueber eine vom
rohrfoermigen Ansatz uebersteuerte Leitung mit dem
Schmieroelkreislauf der Brennkraftmaschine verbunden ist, und
die aus dem Arbeitsraum fuehrenden Leckoeloeffnungen in den
Schmieroelkreislauf muenden. Der hydraulische Stoessel gemaess
der Erfindung weist keine dem Verschleiss unterliegende
Abdichtungsmittel fuer einen eigenen Ölkreislauf
auf. Er kann ausserdem ohne grundsaetzliche Änderungen auch
nachtraeglich in eine schon im betrieb befindliche
Brennkraftmaschine mit Hubventilen eingebaut werden. Nachfolgend
wird anhand der Zeichnung eine
Ausfuehrungsform der
Erfindung naeher erlaeutert. Es zeigt F i g. 1 einen
Querschnitt durch einen Stoessel gemaess der Erfindung in einer
Betriebsstellung, in welcher der Stoessel auf die Nockenspitze
aufgelaufen ist, und F i g. 2 einen Querschnitt durch die in F i
g. 1 gezeigten Stoessel in einer Betriebsstellung, in welcher
der Stoessel auf dem Grundkreis des Nockens sitzt. Die ueber
eine Nockenwelle gesteuerten, nicht dargestellten Auslass- und
Einlassventile regeln den Gaswechsel bei den Zylindern von
Viertakt - Hubkolbenbrennkraftmaschinen. Die Drehbewegung der
Nockenwelle wird durch einen Nocken 16 in eine
Hubbewegung umgewandelt. Diese Hubbewegung wird ueber einen
hydraulischen Stoessel, eine Stoesselstange und einen nicht
dargestellten Kipphebel auf ein Gaswechselventil uebertragen und
wirkt beim Öffnen des Ventils der Schliessfeder des Ventils
entgegen. Der Stoessel ist in einer Stoesselbohrung 15
gleitend gefuehrt und steuert ein Einlassventil in verschiedenen
Lastbereichen. Der Stoessel schliesst, oeffnet teilweise und
oeffnet ganz das Einlassventil je nach der Drehzahl der
Nockenwelle. Die Ölzufuhr zu den. aus
einem Kolbenteil 8
und einem Zylinderteil 13 bestehenden Stoessel wird durch
Schmieroel gesichert. Eine Schmieroelpumpe saugt aus dem Ölsumpf
(oder Ölwanne genannt) das Schmieroel an und drueckt es mit 3
bis 5 bar durch Ölkanaele 14 in die Stoesselbohrung 15,
wodurch die Schmierung des Stoessels in der Stoesselbohrung 15
gesichert wird. Dieses Schmieroel gelangt auch in eine Ringnut 3
des Zylinderteils 13 des Stoessels und wird durch
Leitungen 2 in einen Vorratsraum 12 zwischen
Kolbenteil 8 und Zylinderteil 13 gesaugt, wenn
sich das Volumen des Vorratsraumes beim Auflaufen des Stoessels
auf den Grundkreis des Nockens 16 vergroessert. Ein
Auflaufen des Stoessels auf die Nockenspitze bewirkt eine
Volumenverkleinerung des Vorratsraumes 12 zwischen
Zylinderteil 13 und Kolbenteil 8. Das Kolbenteil
8 weist einen rohrfoermigen Ansatz 5 |
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Hydraulischer
Stoessel fuer den Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine
1979 Patentanmeldung
1982 als Patent veroeffentlicht DE
2947580C2 / P 2947580.7-13
Die Idee entstand waehrend meiner Lehrzeit
als Kfz-Mechaniker ( 1968 – 1971 ) Waehrend dieser Zeit
arbeitete ich oft an Motoren und stelle bei Inspektionen die
Ventile ein. Eine einfache und praktische Loesung fand ich
seinerzeit nicht. Mit 23 Jahren besuchte ich die Meisterschule
und beschaeftigte mich wieder mit diesem Gedanken um eine
Loesung zu finden. Bei meinen Überlegungen stellte ich fest,
dass die Bauweise meiner Loesung auch eine hydraulische
Zylinderabschaltung ermoeglicht. Mit dieser Idee im Kopf
verbrachte ich 1 Jahr in Californien und suchte Kontakte zur US
Automobilindustrie. Meine Idee behielt ich aber fuer mich, denn
mir wurde geraten erst Anmeldungen auf dem Patentamt zu taetigen.
Zurueck in Deutschland, machte ich
Recherchen auf dem Patentamt und stellt ich fest, dass nur
mechanische Zylinderabschaltungen bekannt waren
Aufgrund der Recherchen wurde mir
empfohlen mehrere Anmeldungen zu taetigen:
1.Hydraulischer Stoessel zum Ausgleich des
Ventilspiels
2. Hydraulische Zylinderanschaltung.
Da wegen fehlenden Mitteln nur eine
Anmeldung moeglich war, entschied ich mich fuer die Anmeldung,
hydraulische Zylinderabschaltung".
Mein gesetztes Ziel war, diese Technik gemeinsam
mit einem Automobilhersteller weiter zu entwickeln. Nach der
Veroeffentlichung der Patentanmeldung nahm ich Kontakt zu
Automobilherstellern auf und stellte meine Erfindung u.a. im
Opel Entwicklungszentrum in Ruesselsheim vor.
Von den Ford-Werken in Koeln erhielt ich
einen Vertrag in dem ich auf alle aus der Erfindung
hervorgehenden Weiterentwicklungen verzichten soll Diesen
vorgefertigten und bereits unterschriebenen Vertrag zeichnete
ich nicht entgegen
Aufgrund
dieser Reaktion seitens des Automobilherstellers versuchte ich
die notwendigen Mittel fuer einen Anwalt zu beschaffen der meine
Interessen gegenueber dem Automobilhersteller vertritt, von
einem Rechtsstreit wurde mir abgeraten, da die Mittel
nicht
ausreichend waren.
Weitere
Patente meldete ich nicht an,. Auch meine Innovation "Erhoehung
der Drehzahl des Motors", die aufgrund der Eigenschwingung
der Ventilfedern nach oben hin begrenzt war, realisierte ich
nicht mehr.
Meine Erfindung wurde von
Automobilherstellern aufgegriffen und weiter entwickelt.
Hydraulische Zylinderabschaltungen werden
heute in Motoren eingebaut.
Benzin
sparen mit
dem
"Franzer-Modell"
Bad Salziger Kfz-Meister
legt Plaene dem Patentamt vor
-eko- BOPPARD-BAD
SALZIG. Mit einem gemuetlichen Fernsehabend vor ungefaehr drei
Jahren begann fuer einen gebuertigen Bad Salziger eine lange
Zeit des Nachdenkens und der Überlegung. Gesendet wurde ein
Bericht ueber nahende Energiekrisen, die speziell bei den
Amerikanern in naher Zukunft grosse Probleme mit sich bringen
wuerden. Besonders die Autofahrer haetten mit steigenden
Benzinpreisen zu rechnen - mittlerweile ist dieses ein
alltaegliches Problem geworden -, und der Film sollte
Moeglichkeiten zur Energieeinsparung aufzeigen. Diese waren
jedoch, wie im gleichen Atemzug bemerkt wurde, viel zu
kostspielig, um sie jemals in die Realitaet umzusetzen.
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| Diese
zu teuren Alternativen waren ausschlaggebend fuer die Überlegungen
von Hans Werner Franzer, der am 27. September 1953 in Bad Salzig
geboren wurde. Da er schon immer reges .Interesse fuer die
Bewegungsablaeufe eines Motors hatte, ermoeglichten ihm seine
Angehoerigen eine Lehre als Kfz-Mechaniker, die er in Bad Salzig
erfolgreich abschloss. 1977 besuchte Hans Werner Franzer die
Kfz-Meisterschule in Heide, Norddeutschland. Vor der
Handwerkskammer in Flensburg legte der damals 24jaehrige die
Meister-pruefung ab. Waehrend seiner Taetigkeit als
Kfz-Mechaniker und durch den staendigen Umgang mit Autos
entstanden bei ihm Vorstellungen, durch welche Massnahmen und Änderungen
im Motor Benzin eingespart werden koennte. Da die
ameri-kanischen Wagen sich aber von den deutschen Modellen
unterscheiden, packte Hans Werner Franzer im August 1978 kurz
entschlossen seine Koffer und reiste nach Amerika, um sich dort
einmal genau umzusehen. In Los Angeles machte er sich mit der
fremden Sprache vertraut und kaufte auf Zeitungsannocen hin
Autos, die er genau auf "Herz und Nieren" pruefte.
Seine Vorstellungen wurden nach und nach konkreter, und er wagte
einen Vorstoss an die Öffentlichkeit." Er erklaerte seine
Plaene in Umrissen den Vertretern von General Motors, die reges
Interesse zeigten. Um sich gegen die Tatsache zu schuetzen, dass
sich einige Leute gerne Erfindungen aneignen und sie als ihre
eigenen ausgeben, reiste Hans Werner Franzer nach einem
einjaehrigen Aufenthalt in Amerika zurueck nach Deutschland und
nahm sich einen Patentanwalt, Dipl.-Ing. Rudolf S. Kodron in
Mainz. Dieser besorgte Patentschriften aus dem Kfz-Bereich, von
denen die aelteste aus dem Jahre 1899 stammt. Nach mehreren
Ruecksprachen entstanden Zeichnungen und Texte, die dem
Patentamt in Muenchen zur Pruefung vorgelegt wurden. "Um
der gegenwaertigen weltweiten Benzinknappheit zu begegnen, ist
man bemueht, Benzineinsparungen
bei Kraftfahrzeugen durch
eine verbesserte Turbo-Technik,
durch eine thermische
Optimierung durch Zylinderabschaltung zu bewirken Bei der
Zylinderabschaltung wird ein Teil der Zylinder stillgelegt, wenn
man nur |
wenig
Leistung braucht. Der Restmotor mit den leer mitlaufenden Kolben
arbeitet wirtschaft-licher, da die noch arbeitenden Zylinder mit
einem hoeheren Fuellungsgrad und damit mit einem hoeheren
Wirkungsgrad arbeiten. Die damit erreichbaren
Brennstoffeinsparungen liegen in der Groessenordnung von
schaetzungsweise 20 bis 30 Prozent. Bislang sind nur
Zylinderabschaltungs-vorrichtungen bekannt geworden, die eine
Handbetaetigung erfordern. Entsprechende Beispiele werden durch
deutsche Patentschriften aus dem Jahre 1898 und 1944 gegeben.
Bei der letztgenannten Vorrichtung ist eine zentrale, von Hand
mit magnetischen Mitteln bewirkte Abschaltung der Zylinder
notwendig. Der Erfindung von Hans Werner Franzer, die noch nicht
patentiert ist, sondern erst vom Patentamt geprueft werden muss,
liegt die Aufgabe, zugrun-de, derartige handbetaetigte
Umschaltmittel entbehrlich zu machen und eine selbsttaetige,
stufenlose Zylinderabschaltung zu bewirken, da dem jeweiligen
Kraftfahrer selbstverstaendlich nicht zugemutet werden kann,
staendig derartige Zylinderabschaltungen von Hand vorzunehmen.
Dieses ist ein Auszug aus der Patent- und
Gebrauchsmuster- Hilfsanmeldung, die Hans Werner Franzer mit der
Beratung seines Anwalts verfasst hat und die die vielsagende
Bezeichnung "Vorrichtung zur selbsttaetigen und stufenlosen
Zylinderabschaltung von mehrzylindrigen Viertakt-
Hubkolbenverbrennungsmotoren" traegt. Fuer einen Laien sind
dieses ziemlich unverstaend-liche Fachsimpelerein; wichtig ist
jedoch die Tatsache, dass hier eine Moeglichkeit geschaffen
wurde, Energie durch eine Änderung, die ohne Schwierigkeiten
auch an inlaendischen Wagen durchgefuehrt werden kann, um 20 bis
30 Prozent einzusparen. Bis das Patentamt in Muenchen die Plaene
und Zeichnungen von Hans Werner Franzer geprueft hat, werden
noch einige Monate ins Land gehen. Ein Exemplar, der "Vorrich-tung...:"
liegt General Motors, Warren/Michigan, vor; wird dort eine
Pruefung positive Ergebnisse bringen, gibt es dann auch in
Amerika die benzin-sparenden "Franzer- Modelle".
Rhein-Zeitung 12-1979
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Hut
ab
Gert Hack ueber die Zylinderabschaltung, die erstmals in der
neuen S-Klasse auf Wunsch angeboten wird. Mercedes verspricht
beachtliche Verbrauchseinsparungen im Teillastbereich.
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| So
ganz neu ist die Idee der Zylinderabschaltung nicht. Schon in
den fruehen achtziger Jahren experimentierten BMW und General
Motors mit teilweise stillgelegten Zylindern zwecks
Verbrauchsabsenkung. Nun hat Mercedes das Prinzip wieder
aufgegriffen und zur Serienreife entwickelt. Ersteinsatz ist die
neue S-Klasse. wo ausschliesslich der S 500 auf Wunsch mit
Zylinderabschal-tung (ZAS)
geordert werden kann. Gerade bei grosswolumigen. vielzylindrigen
Motoren macht die Stillegung der halben Zylinderzahl Sinn. Sie
spart im unteren Lastbereich je nach Einsatzbedingungen bis zu
15 Prozent Kraftstoff. Im Eurozyklus beispielsweise sind es 6.5
Prozent. Die Gruende fuer die bessere Sprit-Ökonomie sind
thermodynamischer Natur. Einmal verursachen die bei
geschlossenen Ventilen wie gegen eine Feder arbeitenden
abgeschalteten Zylinder keine Ladungswechselverluste; im
Gegenzug laufen die aktiven Zylinder staerker entdrosselt, haben
dadurch eine bessere Gemischbildung und vertragen einen hoeheren
Abgas- Rueckfuehrungsanteil. Vom Übergang auf den
Vierzylinderbetrieb soll der Fahrer trotz Verdoppelung der
Zuendabstaende praktisch nichts bemerken, versichert zumindest
Projektleiter Gerhard Doll. Damit dies auch wirklich gelingt,
ist eine Menge knowhow noetig. Voraussetzung ist zumindest, dass
die Zuendabstaende

Verbrauchseinsparungen
sind nur im Teillastbereich zu erwarten
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Die
Zylinderabschaltung des
Mercedes-V8 hat eine Hydrauliksteuerung (1); mit der werden die
Kipphebel (2) der beiden mittleren Zylinder (3) gekoppelt oder
geloest. Das Hydraulikoel wird ueber Ölborungen (4)
transportiert. |
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| symmetrisch
bleiben. Dies bedingt beim V8 eine Teilabschaltung beider
Zylinderbaenke, beim geplanten V12 hingegen kann eine Bank
komplett stillgelegt werden. Im Falle des Achtzylinders werden
die Zylinder drei und vier sowie fuenf und acht ab- und
zugeschaltet. Um Komfort beeintraechtigungen zu vermeiden, muss
der ganze Vorgang innerhalb zweier Kurbelwellenumdrehungen
beendet sein. Hierzu muss nicht nur die Mechanik annaehernd
synchron laufen, auch die Drosselklappe muss durch Vorsteuerung
dem wechselnden Betriebsmodus angepasst werden, da im
Vierzylinderbetrieb hoeherer Saugrohrdruck herrscht. Und damit
die Akustik stimmt. wird mit einer Schaltklappe im Abgasstrom
gearbeitet. Das Ganze findet im Teillastbereich zwischen 1000
und 3500 U/min statt. Auf jeder Zylinderbank befinden sich
jeweils sechs zweiteilige, gelenkig verbundene Kipphebel, die
durch eine federbelastete Schiebehuelse gekoppelt sind. Über
eine Hydraulik-Einheit werden sie mit Öldruck beaufschlagt und
so entkoppelt |
| Auto
Motor Sport Ausg. 18 / 1998 |
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